Die baulichen Maßnahmen zur Reduzierung des Durchgangverkehrs in der Heiligenlohstraße haben gegriffen und bleiben für mindestens ein weiteres Jahr bestehen. Auf Beschluss des Umwelt-, Verkehrs- und Planungsausschusses (UVPA) vom Dezember 2019 wurde das Rechtsabbiegen von der Staatsstraße 2240 aus westlicher Richtung kommend in die Heiligenlohstraße unterbunden mit dem Ziel, die reine Wohnsiedlung von einer unverhältnismäßig hohen Verkehrsbelastung zu entlasten. Aktuelle Erhebungen vom November 2020 haben nun bestätigt, dass die Verkehrsbelastung effektiv reduziert werden konnte, ohne die umliegenden Straßen zu stark zu belasten. In der jüngsten Sitzung des UVPA wurde daher die Aufrechterhaltung der Maßnahme beschlossen. Da aufgrund der Pandemie die Verkehrszahlen nur bedingt repräsentativ sind, wird die Verwaltung die Verkehrssituation weiterhin beobachten und Mitte nächsten Jahres eine erneute Erhebung durchführen.

Niederschrift der Sitzung des Umwelt-, Verkehrs- und Planungsausschusses / Werkausschusses EB77
vom 20.04.2021 zu TOP 20:
Aufrechterhaltung der Sperrung zur Unterbindung des Durchgangsverkehrs durch die Heiligenlohstraße
Sachbericht:

  1. Ergebnis/Wirkungen
    Am 10.12.2019 wurde im UVPA beschlossen, das Rechtsabbiegen von der St2240 aus
    westlicher Richtung kommend in die Heiligenlohstraße mit baulichen Maßnahmen zu
    unterbinden (vgl.613/290/2019). Hintergrund der Maßnahme ist, dass umfangreicher
    Durchgangsverkehr die reine Wohnsiedlung stark belastet. Die unverhältnismäßig hohe Zahl
    an Rechtsabbiegern in den morgendlichen Spitzenstunden wurde mit einer Verkehrszählung
    am 24.9.2019 bestätigt (139 Rechtsabbieger von 7:00 bis 9:00 Uhr von der St2240 aus
    westlicher Richtung in die Heiligenlohstraße). Die Maßnahme wurde somit zum Schutz der in
    der verkehrsberuhigten Wohnsiedlung (Tempo-30-Zone) ansässigen Wohnbevölkerung
    angeordnet und umgesetzt. Insbesondere die Verkehrssicherheit sollte durch die Unterbindung
    des Durchgangsverkehrs aufrecht erhalten bleiben. Die Maßnahme war zunächst für die Dauer
    von einem Jahr auf Probe angeordnet.
  2. Programme / Produkte / Leistungen / Auflagen
    Die aktuellen Erhebungen von November 2020 an den umliegenden Achsen (Amselfeld,
    Meisenweg, Lerchenbühl) zeigen im Vergleich zu den Zählungen im Juli 2019 bzw. Januar
    2020 ausschließlich im Amselweg ein leicht erhöhtes Verkehrsaufkommen, welches für ein
    Wohngebiet in einem verträglichen Maß liegt. In der Heiligenlohstraße hat sich die
    Verkehrsbelastung nach der Umsetzung der Maßnahme um 40 % reduziert (Vgl. Anlage 1).
    Insgesamt ist die Verkehrsbelastung an allen Achsen um durchschnittlich 10 %
    zurückgegangen. Das Ziel der Reduzierung des Durchfahrtverkehrs und die Gewährleistung
    der Verkehrssicherheit in der Heiligenlohstraße wurden mit der Sperrung erreicht.
  3. Prozesse und Strukturen
    Aufgrund der Pandemie sind die Verkehrszahlen nur bedingt repräsentativ. Daher wird die
    Verwaltung die Situation an den umliegenden Straßenachsen und in der Heiligenlohstraße
    weiterhin beobachten und Mitte 2022 erneute Erhebungen durchführen und darüber im UVPA
    berichten.
  4. Ergebnis/Beschluss:
    Die Sperrung des Rechtsabbiegens von der St 2240 in die Heiligenlohstraße wird im Dauerbetrieb
    fortgesetzt.
    Abstimmung: einstimmig angenommen mit 14 gegen 0